Neustrom auf Youtube

Neustrom auf Youtube

Teil 4 unserer Serie zum Social Media Marketing von Energieversorgern
Dies ist der vierte Teil unserer Serie zu den Social Media Aktivitäten von EVUs. Heute untersuchen wir die Video-Plattform YouTube auf ihre Tauglichkeit für Energieversorgungsunternehmen.

 

Teil 1: Energieversorger im Social Web
Teil 2: Ein Blog für "Neustrom"
Teil 3: Ein Facebook-Auftritt für "Neustrom"
Teil 4: "Neustrom auf YouTube"
Teil 5: "Bewertungsportale nutzen"
Teil 6: "EVUs im Social Web - Fazit"

 

Video-Portale

Die im Herbst 2006 von Google übernommene Video-Plattform YouTube ist das populärste Content Sharing Portal der Welt; pro Minute werden durchschnittlich 72 Stunden an neuem Videomaterial auf die Seite hochgeladen. Eine virale Verbreitung der Inhalte wird durch die unkomplizierte Möglichkeit zur Einbettung von YouTube-Videos in externe Seiten ermöglicht. Die Nutzer haben zudem die Option, ihre eigenen Videos und favorisierte Videos Anderer zu „Channels“ zusammenzufassen. Diese Channel-Seiten können in einem gewissen Rahmen gebrandet werden; eine Option, die besonders für Unternehmens-Channels interessant ist.

Aufwand

Es liegt auf der Hand, dass der wesentliche Kostentreiber bei der Einrichtung und Pflege eines YouTube-Channels die Produktion der Inhalte ist. Da die Höhe der hierbei anfallenden Kosten maßgeblich vom jeweiligen Produktionsaufwand abhängt, kann an dieser Stelle nur festgehalten werden, dass die Herstellung von Videos die wohl kostenintensivste Strategie im Social-Media-Marketing ist. Fast zwangsläufig muss das Unternehmen hierbei mit einem Multimedia-Dienstleister zusammenarbeiten, der in regelmäßigen Abständen Clips für den Channel anfertigt. Selbst wenn dabei lediglich ein Low-Budget-Format, wie beispielsweise einfache Interview-Videos, zum Einsatz kommt, fallen dennoch Kosten für die Planung und Produktion des Contents an. Sollen die Videos gar virale Effekte auslösen, so müssen die Inhalte konzeptionell exzellent sein - und Exzellenz hat immer ihren Preis.

Eignet sich YouTube für "Neustrom"?

Sympathie zu einem Unternehmen kann dann entstehen, wenn die Mitarbeiter aus ihrer Anonymität hervortreten und sich als „echte“ Menschen zu erkennen geben. Der Einsatz von YouTube-Videos bietet in dieser Hinsicht viele Chancen. Zudem können komplexe Zusammenhänge multimedial verständlicher erklärt werden. So könnte beispielsweise der für die Tarifkalkulation verantwortliche Mitarbeiter die faire Preisstruktur des Unternehmens in einem Video veranschaulichen.

Vorgehensweise

Neustrom sollte zusammen mit der Hausagentur ein Konzept für ein kostengünstig in Serie herstellbares Videoformat erarbeiten. Die Filme könnten in einer monatlichen Frequenz von einem lokal ansässigen Video-Freelancer hergestellt werden. Um die Kosten gering zu halten, wäre es zu erwägen, das Projekt von einem Studenten der Medienfakultät der Universität Neustadt umsetzen zu lassen. Das erste Video sollte ein kurzer allgemeiner Trailer über das Unternehmen sein, der an prominenter Stelle der Corporate Website platziert werden kann. Alle weiteren Trailer werden dann in einem YouTube-Channel gesammelt, im Unternehmensblog veröffentlicht und auf Facebook geteilt. Das jeweilige Thema wird in einem monatlichen Jour Fixe definiert.

Best Practice

British Gas“ nutzt die YouTube-Plattform bereits seit 2006 und ist mit insgesamt 3,1 Mio. Channel-Aufrufen einer der erfolgreichsten Energieversorger im Social-Web. In den vorwiegend in Interviewform gehaltenen Videos kommen Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen zu Wort. Besonders beliebt ist dabei eine Serie von Videos, in denen Ingenieure der British Gas nützliche Energiespartipps für den Haushalt geben.

Kosten

Die Produktionskosten eines Videos liegen durchschnittlich bei etwa 1000 €. eins+null kann hier beispielsweise die Videoagentur „ImKasten.tv“ empfehlen.

Erfolgsmessung

Messung der Aufrufe des Channels und der einzelnen Videos sowie Monitoring der Userbewertungen und Kommentare über integrierte YouTube-Statistiken. Messung der Anzahl der Besucher, die über ein Video auf die Corporate Website gewechselt sind. Übertragung aller Werte in den Social-Media-Report.

 

Weitere Quellen:

Hilker (2010): Social Media für Unternehmer, S. 42-43.

Lastufka; Dean (2008): YouTube: An Insider’s Guide to Climbing the Charts, S. 7.

 

Im nächsten Teil nehmen wir Bewertungsportale unter die Lupe.

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Lukas Ebner

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